Steckbrief
- Herkunft
- Neuseeland, Subantarktische Inseln
- Größe
- 25-30 cm
- Gewicht
- 80-120 g
- Lebenserwartung
- 10-15 Jahre
- Seltenheit
- selten
- Ausstellungs-Klasse
- Nein
- Größenklasse
- Mittel
- Lautstärke
- Mittel
- CITES-Status
- Anhang I
- Sprachbegabung
- Mittel
- Vererbungsmodus
- Sozialstruktur
- Schwarm
- Anfänger-geeignet
- Ja
- Homozygot letal
- Nein
- Häufige Gesundheitsrisiken
- Aspergillose, Federrupfen
- Zuchtverband
- CITES
- Lebenserwartung
- 12 Jahre
- Außenvoliere geeignet
- Ja
Über die Rasse
Herkunft & Geschichte
Der Ziegensittich, wissenschaftlich als Cyanoramphus novaezelandiae bekannt, stammt aus Neuseeland und den subantarktischen Inseln. Diese Art ist für ihre lebhaften Farben und ihre akrobatischen Fähigkeiten bekannt. Historisch gesehen war der Ziegensittich in Neuseeland weit verbreitet, jedoch haben Habitatverlust und invasive Arten zu einem Rückgang der Population geführt. Daher ist er im CITES-Anhang I gelistet, was bedeutet, dass er den höchsten Schutzstatus genießt.
Sozialstruktur und Verbreitung
Ziegensittiche leben in kleinen Gruppen oder Schwärmen und sind sehr gesellig. Ihre sozialen Strukturen sind komplex, und sie kommunizieren durch eine Vielzahl von Lauten. In der Natur sind sie häufig in Wäldern und Buschlandschaften anzutreffen, wo sie sich von Früchten, Samen und Blüten ernähren. Die Zucht erfolgt in Höhlen oder Baumhöhlen, wobei das Weibchen in der Regel für das Brüten der Eier verantwortlich ist.
Anatomie & Körperbau
Der Ziegensittich hat eine Körperlänge von etwa 25 bis 30 cm und wiegt zwischen 80 und 120 g. Sein Gefieder ist meist grün, mit charakteristischen roten oder orangen Flecken im Gesicht, was ihm den Namen „Red-fronted Parakeet“ einbringt. Die Schnabelform ist kräftig und gut zum Knacken von Samen geeignet. Die Beine sind stark und ermöglichen eine agile Fortbewegung auf Ästen und dem Boden.
Standards
Der Ziegensittich ist in verschiedenen Zuchtverbänden anerkannt, darunter die AZ und die BNA. Aufgrund seines geschützten Status ist die Zucht und der Handel streng reguliert. Halter müssen sich an die CITES-Vorgaben halten und eine Bestandsmeldung sowie Beringung der Vögel vornehmen.
Erkennung
Der Ziegensittich kann von ähnlichen Arten, wie dem Wellensittich, durch seine größere Körpergröße und die spezifische Färbung unterschieden werden. Während Wellensittiche oft eine blau-grüne Färbung aufweisen, ist der Ziegensittich deutlich grüner mit auffälligen roten oder orangen Gesichtsflecken.
Temperament & Verhalten
Der Ziegensittich ist bekannt für sein lebhaftes und verspieltes Temperament. Diese Vögel sind sehr aktiv und benötigen viel Platz zum Fliegen und Klettern. Sie sind neugierig und erkunden gerne ihre Umgebung. Aufgrund ihres sozialen Verhaltens sind sie am besten in Gruppen oder Paaren zu halten. Ziegensittiche haben ein mittleres Talent zum Sprechen, wobei einige Individuen in der Lage sind, einfache Wörter oder Phrasen zu lernen. Sie sind für Anfänger geeignet, die bereit sind, sich intensiv mit ihren Bedürfnissen auseinanderzusetzen.
Pflegehinweise
Käfig-/Voliere-Anforderungen
Für Ziegensittiche ist eine geräumige Voliere erforderlich, die sowohl vertikale als auch horizontale Klettermöglichkeiten bietet. Der Bodenbereich sollte mit geeigneten Materialien ausgestattet sein, um das natürliche Verhalten der Vögel zu fördern. Eine Mindestgröße von 2 m x 1 m x 1,5 m wird empfohlen.
Besonderheiten Gefiederpflege
Das Gefieder der Ziegensittiche sollte regelmäßig auf Sauberkeit und Gesundheit überprüft werden. Baden in einer flachen Schüssel oder mit einem Sprühnebel ist wichtig, um die Federn in gutem Zustand zu halten.
Häufige rassetypische Krankheiten
Zu den häufigen gesundheitlichen Problemen gehören Aspergillose und Federrupfen. Bei Anzeichen von Krankheiten sollte umgehend ein Tierarzt konsultiert werden.
Ernährung-Besonderheiten
Ziegensittiche benötigen eine ausgewogene Ernährung, die aus hochwertigem Saatgut, frischem Obst und Gemüse besteht. Ergänzungen wie Mineralien und Vitamine sind ebenfalls wichtig.
Empfohlene Sozialhaltung
Diese Vögel sind sehr sozial und sollten nicht alleine gehalten werden. Es wird empfohlen, mindestens zwei Vögel zu halten, um ihren sozialen Bedürfnissen gerecht zu werden.