Steckbrief
- Herkunft
- Australien, Indonesien
- Größe
- 28-34 cm
- Gewicht
- 120-200 g
- Lebenserwartung
- 20-30 Jahre
- Seltenheit
- verbreitet
- Ausstellungs-Klasse
- Ja
- Größenklasse
- Mittel
- Lautstärke
- Laut
- CITES-Status
- nicht reguliert
- Sprachbegabung
- Mittel
- Vererbungsmodus
- Sozialstruktur
- Schwarm
- Anfänger-geeignet
- Nein
- Homozygot letal
- Nein
- Häufige Gesundheitsrisiken
- Aspergillose, Federrupfen
- Zuchtverband
- AZ
- Lebenserwartung
- 25 Jahre
- Außenvoliere geeignet
- Ja
Über die Rasse
Herkunft & Geschichte
Der Allfarblori (Trichoglossus moluccanus) stammt von der Ostküste Australiens sowie von den umliegenden Inseln Indonesiens. Diese Art gehört zur Unterfamilie Loriinae und ist bekannt für ihre auffälligen Farben und das spezielle Nahrungsverhalten. In Australien ist der Allfarblori weit verbreitet und hat sich an verschiedene Lebensräume angepasst, von tropischen Regenwäldern bis hin zu städtischen Gebieten.
Sozialstruktur und Verbreitung
Allfarbloris leben in großen Schwärmen, die oft aus mehreren Dutzend Individuen bestehen. Sie sind äußerst gesellig und kommunizieren durch laute Rufe und Gesänge. Ihre soziale Struktur ist komplex, und sie zeigen ein ausgeprägtes Sozialverhalten, das für ihre Art charakteristisch ist. Die Fortpflanzung erfolgt in der Regel in monogamen Paaren, die gemeinsam Nester in Baumhöhlen bauen.
Anatomie & Körperbau
Allfarbloris erreichen eine Körpergröße von etwa 28 bis 34 cm und wiegen zwischen 120 und 200 g. Ihr Gefieder ist extrem bunt, mit leuchtend grünen, blauen, roten und gelben Farbtönen. Der Schnabel ist stark und gebogen, ideal zum Nektartrinken. Die Zunge ist lang und zottelig, was das Aufnehmen von Nektar erleichtert.
Standards
In der Zucht werden Allfarbloris von verschiedenen Verbänden wie der AZ (Aktion Zoologische Vögel) und der BNA (Bundesverband für Vogelzucht und Vogelschutz) anerkannt. Aufgrund ihrer speziellen Ernährungsbedürfnisse und ihrer sozialen Natur ist eine artgerechte Haltung in großen Volieren erforderlich. CITES-Status: nicht reguliert.
Erkennung
Allfarbloris können von anderen Lori-Arten durch ihre charakteristische Farbgebung und Körpergröße unterschieden werden. Ähnliche Arten sind zum Beispiel der Loris (Lorius) und der Schwarzschwanzlori (Trichoglossus haematodus), die jedoch andere Farbmerkmale aufweisen.
Temperament & Verhalten
Allfarbloris sind lebhafte und verspielte Vögel, die ein hohes Maß an sozialer Interaktion benötigen. Sie sind sehr intelligent und können lernen, einfache Tricks auszuführen. Ihr Charakter ist neugierig und aktiv, was sie zu idealen Begleitern für erfahrene Vogelhalter macht. Anfänger sollten sich jedoch über ihre speziellen Pflege- und Ernährungsbedürfnisse informieren, da sie besondere Anforderungen an ihre Haltung stellen. In Bezug auf das Sprechen haben Allfarbloris eine mittlere Fähigkeit, einige können einfache Wörter und Phrasen lernen, jedoch sind sie nicht für ihre Sprachbegabung bekannt.
Pflegehinweise
Käfig-/Voliere-Anforderungen
Allfarbloris benötigen eine geräumige Voliere mit ausreichend Platz zum Fliegen und Spielen. Die Voliere sollte mindestens 2 m hoch und 1,5 m breit sein, um den aktiven Bewegungen der Vögel gerecht zu werden. Zudem ist eine Vielzahl von Sitzstangen und Spielzeugen wichtig, um die Vögel geistig und körperlich zu stimulieren.
Besonderheiten Gefiederpflege
Die Gefiederpflege ist bei Allfarbloris wichtig, um die Gesundheit des Gefieders zu gewährleisten. Regelmäßige Bäder sind notwendig, da sie gerne im Wasser spielen. Dies hilft, das Gefieder sauber und in gutem Zustand zu halten.
Häufige rassetypische Krankheiten
Zu den häufigsten Krankheiten gehören Aspergillose und Federrupfen. Bei Verdacht auf gesundheitliche Probleme sollte umgehend ein Tierarzt konsultiert werden.
Ernährung-Besonderheiten
Allfarbloris sind Nektarfresser und benötigen eine spezielle Ernährung, die aus hochwertigem Lorinektar, frischen Früchten und Gemüse besteht. Trockenfutter sollte nur in geringen Mengen angeboten werden. Eine ausgewogene Ernährung ist entscheidend für ihre Gesundheit.
Empfohlene Sozialhaltung
Es wird empfohlen, Allfarbloris in Gruppen oder Paaren zu halten, um ihre sozialen Bedürfnisse zu erfüllen. Einzelhaltung kann zu Verhaltensauffälligkeiten führen.